Preisverleihung 2022

 

 

Am Samstag, den 10. Dezember 2022, dem Tag der Menschenrechte, wird zum 13. Mal der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis in insgesamt sechs Kategorien vergeben. Der Veranstalterkreis ehrt damit herausragende Film- und Fernsehproduktionen, die sich in besonderer Weise mit den verschiedensten Aspekten der Menschenrechte befassen.

Die feierliche Preisverleihung findet um 19 Uhr in der Nürnberger Tafelhalle statt und wird auf unserem YouTube-Kanal live gestreamt. Moderator der Veranstaltung ist wie in den Vorjahren Christoph Süß mit musikalischer Umrahmung vom David Soyza Quartett.

Karten für die Präsenzveranstaltung können ab sofort über unsere Seite gebucht werden. 
Achtung: Warteliste! Wenn Sie sich in die Warteliste eintragen, informieren wir Sie, sobald wieder Plätze frei werden.

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© Fotograf Paulus Ponizak

Statement unserer Schirmherrin Frau Ferdos Forudastan

An einem mangelt es den Menschenrechten nicht: Feierlichen Bekenntnissen ungezählter Zeitgenoss:innen, sie zu achten und zu schützen. Aber wenn es an die Umsetzung geht, dünnt das Feld sich dramatisch aus, missachten Akteur:innen unterschiedlichster Disziplinen, Menschenrechte auf vielfältige Weise.

Es ist ein bedrückender Befund, vor allem beim Blick auf die unmittelbar Leidtragenden. Sie werden durch Krieg und Not, durch Gewalt, Verfolgung, Ausbeutung und Diskriminierung um die Chance auf ein glückliches Leben gebracht.
Die großen Krisen der Gegenwart sind Schauplätze massiver Verletzung des Rechts auf Leben, Unversehrtheit, Freiheit, Sicherheit, ein menschenwürdiges Dasein. Das gilt für das Elend der Menschen in der Ukraine, ebenso wie für die Opfer der Kriege im Jemen oder in Somalia oder für die verfolgten Rohingya in Myanmar. Es gilt für die drangsalierten Frauen im Iran, für die geknechteten Uiguren in Xinjian, für die unterdrückte Bevölkerung totalitärer Staaten wie China, Nordkorea oder Belarus. Und es gilt für rechtswidrig abgewiesene Flüchtlinge an den Grenzen der EU, für die Zwangsarbeiter auf den Baustellen der Fußball-WM in Katar, für Millionen und Abermillionen Menschen, die in moderner Sklaverei leben oder die Hunger leiden.

All das ins Visier zu nehmen, nicht zuzulassen, dass es verdrängt und vergessen wird, Opfern eine Stimme zu geben, Täter:innen nicht unbehelligt zu lassen, ist auch und in besonderer Weise Aufgabe von Medienschaffenden. Ob und wie Autor:innen und Regisseur:innen über Menschenrechte, ihre Verletzung oder Initiativen zu ihrem Schutz journalistisch berichten oder wie sie das Thema künstlerisch aufbereiten, ist von elementarer Bedeutung. Es wirkt sich sehr stark darauf aus, welchen Stellenwert das Thema im politischen Diskurs hat.
Den damit befassten Medienschaffenden verlangt die Arbeit dazu oft viel ab: Es gilt, potentielle Auftraggeber:innen beziehungsweise Geldgeber:innen von der Relevanz der jeweiligen Fragestellung zu überzeugen, was längst nicht immer gelingt. Recherchen sind häufig mühevoll, langwierig, zuweilen auch gefährlich. Und sie führen keineswegs in jedem Fall dazu, dass die daraus folgenden Beiträge den Platz im Programm oder einem anderen passenden Format bekommen, der ihnen gebührt.

Trotzdem dranzubleiben am Thema Menschenrechte, es hartnäckig und auf inhaltlich wie formal herausragende Weise in einem Film zu aufzuwerfen, verdient Respekt, Aufmerksamkeit und Anerkennung- all das also, was auch den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ausmacht. Sein Anliegen zu unterstützen ist mir eine Freude und eine Ehre!

Das Bildmaterial kann für journalistische Zwecke unter Angabe des Copyrights honorarfrei genutzt werden. Sind keine Namen von Fotograf_innen angegeben, ist als Bildquelle »Deutscher Menschenrechts-Filmpreis« anzugeben.

Bilder von der Verleihung am 05.12.2020