Wettbewerbskategorien

Zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis können Produktionen eingereicht werden, die sich mit der Idee der Menschenrechte bzw. deren Umsetzung, Schutz und Verletzung auseinandersetzen.

Der Preis wird in sechs verschiedenen Kategorien ausgeschrieben. In jeder Kategorie wird jeweils ein Preisträger geehrt. Zugelassen sind Filme in deutscher Sprache oder deutsch untertitelt (bzw. ohne Dialog) aller Genres. In den folgenden Kategorien können Filmproduktionen direkt eingereicht werden.

Langfilm (Produktionen von professionellen Filmemacher_innen)

  • professionelle TV- und Kinoproduktionen

  • keine Begrenzung der Spiellänge

  • Fertigstellung nach dem 31.12.2015

  • dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

 

Kurzfilm (Produktionen von professionellen Filmemacher_innen)

  • professionelle TV- und Kinoproduktionen

  • maximal 30 Minuten Spiellänge

  • Fertigstellung nach dem 31.12.2015

  • dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

 

Magazinbeitrag (Produktionen von professionellen Filmemacher_innen)

  • professionelle TV-Formate mit Beiträgen aus Politik-, Gesellschafts-,Kultur- oder Wirtschaftsmagazinen

  • maximal 10 Minuten Länge

  • Fertigstellung nach dem 31.12.2015

  • dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

 

Hochschule

  • Produktionen von Studierenden an Filmhochschulen, Medien- oder Kunstakademien

  • keine Begrenzung der Spiellänge

  • Fertigstellung nach dem 31.12.2015

  • dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

 

Amateur

  • Produktionen von nicht-kommerziell arbeitenden Filmemachern oder Gruppen (z.B. Schulklassen, Jugendarbeit, Filmclubs, Vereine, Medienzentren, ...)

  • keine Begrenzung der Spiellänge

  • Fertigstellung nach dem 31.12.2015

  • dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

 

Für die Kategorie Bildung ist keine direkte Bewerbung möglich. Der Preisträger wird aus den Einreichungen aller Kategorien ermittelt. Ausgezeichnet wird ein Film, der sich besonders zum Einsatz in der Bildungsarbeit eignet. Das FWU – Institut für Film und Bild stiftet das Preisgeld. Zudem wird der Preisträgerfilm durch das FWU als didaktische DVD veröffentlicht.

 

 

Film(e) einreichen

Anmeldeformular
Zur Anmeldung Ihres Films steht ein Online-Formular zur Verfügung, das vollständig ausgefüllt werden muss. Die eingehenden Anmelde- und Filmdaten werden nur zur internen Erfassung der Filme verwendet und in keinem Fall an Dritte weitergegeben.

» Einreichformular

Filmeinreichung
Zur Sichtung/Jurierung können die Filme in Video-Qualität eingereicht werden. Es bestehen zwei Möglichkeiten:

Variante A (Standard): Über den Server-Dienst WeTransfer (andere Dienste nach Absprache) können Sie über den Link https://deutscher-menschenrechts-filmpreis.wetransfer.com Ihren Film bzw. das Anmeldeformular hochladen (Filme bitte immer als mp4-Datei).

Variante B (alternativ): Einsendung einer DVD (DVD-Video- oder mp4-Format, Datenträger bitte eindeutig beschriften – nicht bekleben!)

Jurys

Der Veranstalterkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises beruft jeweils vier Fachjurys ausgewiesener Menschenrechts- und Filmexpert_innen. Aufgrund der hohen Zahl von Einreichungen werden den Jurysitzungen Auswahlkommissionen vorgeschaltet. Diese Auswahlgremien setzen sich aus Vertreter_innen des Veranstalterkreises zusammen und erstellen eine Nominiertenliste (Shortlist) für die Fachjurys unter dem Blickwinkel der thematischen Relevanz der Filme.

Jurymitglieder Kategorien „Kurzfilm“ und „Langfilm“

Knut Elstermann … 1960 in Ostberlin geboren, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist und dabei für den ARD-Hörfunk und das Fernsehen des MDR und des RBB tätig. Er moderiert wöchentlich auf radioeins das Filmmagazin „12 Uhr mittags“. Von ihm stammen zahlreiche Dokumentationen und Features, u.a. über das Kino der DDR, Russlands, Israels. Sein Buch über eine Holocaust-Überlebende „Gerdas Schweigen“ wurde 2008 dokumentarisch verfilmt.

 

 

Andrea Kuhn … leitet seit 2007 das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte. Sie ist ausgebildete Filmwissenschaftlerin und unterrichtete acht Jahre lang Film‐ und Kulturwissenschaft an der Friedrich‐Alexander‐Universität Erlangen‐Nürnberg. Parallel leitete sie zehn Jahre lang die StummFilmMusikTage Erlangen. 2014 wurde sie zur Vorsitzenden des Verbands Bayerischer Filmfestivals gewählt. Andrea Kuhn ist eine der Initiator_innen der Initiative „Festivalarbeit gerecht gestalten“, die unter dem Dach von ver.di für bessere Arbeitsbedingungen bei Filmfestivals kämpft.

Katja Maurer … ist Pressesprecherin von medico international und leitete 18 Jahre die Öffentlichkeitsarbeit der Hilfs-und Menschenrechtsorganisation. Sie ist Dolmetscherin und Übersetzerin und hat bei diversen Zeitungen jahrelang als Auslandsredakteurin gearbeitet.

Eren Önsöz … hat Germanistik und Medienwissenschaften in Düsseldorf und Rom studiert und anschließend ein Postgraduiertenstudium an der KHMKunsthochschule für Medien in Köln im Bereich Fernsehen/Film absolviert. Ihr Abschlussfilm „Import-Export – Eine Reise in die deutsch-türkische Vergangenheit" wurde mehrfach auf Festivals ausgezeichnet und im Fernsehen ausgestrahlt. „Haymatloz – Exil in der Türkei" war ihr zweiter abendfüllender Kino-Dokumentarfilm. Eren Önsöz arbeitet als freie Regisseurin und Autorin für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, hauptsächlich für den WDR.

Pagonis Pagonakisstudierte Journalistik und Literaturwissenschaften an der Universität Dortmund. Parallel dazu absolvierte er Volontärausbildung beim WDR (u.a. in der Redaktion MONITOR). Er ist als Autor und Regisseur für verschiedene öffentlich-rechtliche Sendeanstalten (ARD, ZDF, ARTE) tätig. Seite 2008 gehört er zur Jury des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises und wurde 2006 für seinen Film „Tod in der Zelle – Warum starb Oury Jalloh?“ selbst mit dem Preis geehrt. Weitere Filme: „Die US-Präsidenten und der Krieg“ (2017), „Gefährliche Helfer. Sexuelle Gewalt durch UN-Soldaten (2013) oder „Martin Luther King – Ein Staatsverbrechen“ (2004).

Jurymitglieder Kategorie „Magazinbeiträge“

Rüdiger Baumann … arbeitet als Fernsehjournalist, Moderator, Reporter, Filmautor und Redakteur beim Bayerischen Rundfunk. Zuvor war er Korrespondent in diversen ARD-Auslandstudios und berichtet aus Kriegs- und Krisenregionen, z.B. über den Kosovo- und den Irakkrieg, Konflikte im Gaza-Gebiet, aus Erdbebenregionen oder von der Finanzkrise in Griechenland. Neben dem Bayerischen Fernsehpreis wurde er dafür mit dem Herbert-Quandt-Journalisten-Preis und dem Preis des Bayerischen Journalistenverbands geehrt.

Ines Pohl … hat am 1. März 2017 die Chefredaktion der Deutschen Welle übernommen. Pohl kam 2015 von der Tageszeitung taz (dort sechs Jahre Chefredakteurin) zur DW und war zunächst Korrespondentin im DW-Studio Washington. Bevor sie als politische Korrespondentin für die Mediengruppe Ippen in Berlin arbeitete, leitete sie das politische Ressort der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen. Seit 2010 ist Ines Pohl Mitglied im Kuratorium der NGO „Reporter ohne Grenzen“; seit 2013 Mitglied im Kuratorium der International Journalists‘ Programmes (IJP).

Siegbert Schefke … war Mitglied der Bürgerrechtsbewegung in der DDR und Gründungsmitglied der „Umweltbibliothek“ in Ost-Berlin. Bekannt wurde er später als „Kameramann der Wende“ – seine heimlich von den Leipziger Montagsdemonstrationen aufgenommenen Bilder, die er zusammen mit dem Fotografen Aram Radomski gemacht hatte, gingen um die Welt und gehören heute zum Bildgedächtnis der friedlichen Revolution von 1989. Schefke wurde dafür u.a. mit dem Bambi geehrt. Heute arbeitet er als Journalist für die Redaktion Aktuell beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

Sheila Mysorekar … ist Vorsitzende des Neue deutsche Medienmacher e. V., einer Organisation von Journalisten_innen und Medienmacher_innen mit und ohne Migrationsgeschichte. Sie ist indodeutsche Rheinländerin und lebt in Köln. Ihr Studium absolvierte sie in Köln und London und arbeitete als Journalistin (Politik/Wirtschaft), u.a. in Jamaika, Indien, den USA und vielen Ländern Lateinamerikas, darunter elf Jahre als freie Korrespondentin für die ARD in Argentinien. Sie arbeitet als Beraterin für konfliktsensiblen Journalismus und Medien in Post-Konflikt-Staaten bei der DW Akademie.

Nachnominiert (für Alexander Bühler):
Ella Schindler ... arbeitet als Lokalredakteurin bei der „Nürnberger Zeitung“. Sie studierte Sozialpädagogik an der Evangelischen Hochschule Nürnberg und hat ihren journalistischen Schwerpunkt im Sozialen. Ihr Interesse gilt ebenfalls Osteuropa, weil sie in der Ukraine aufgewachsen ist. Sie ist Alumna der International Journalists' Programmes (IJP), die ihr eine mehrmonatige Recherchereise in ihr Geburtsland ermöglichten. Die Nürnbergerin ist stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Charkiw-Nürnberg. Der 42-Jährigen ist mehr weibliche Präsenz in den Führungsetagen der Unternehmen, in der Politik und der Gesellschaft wichtig. Dafür setzt sie sich beim Verein „erfolgsfaktor FRAU“ ein.

 

Jurymitglieder Kategorien „Hochschule“ und „Amateure“

Raúl Aguayo-Krauthausen … stammt aus Peru und lebt heute in Berlin. Sein zweites Zuhause ist das Netz. Dort twittert, bloggt und postet er über die Dinge, die ihn bewegen. Er studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und Design Thinking. Gemeinsam mit weiteren Mitstreiter_innen gründete er mit SOZIALHELDEN e.V. und AbilityWatch e.V. zwei gemeinnützige Vereine und setzt sich dort als Aktivist, Redner und Berater für Inklusion und Barrierefreiheit ein. 2013 erhielt er für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2018 wurde er mit dem Grimme Online-Award geehrt.

Manuela Bastian … studierte zunächst an der Akademie der Bildenden Künste in München. 2011 reiste sie erstmals nach Indien, um dort den einstündigen Dokumentarfilm „Kampf in Pink“ über eine Frauenbürgerwehr zu drehen. Seit 2012 studiert sie an der Filmakademie Baden Württemberg. Mit ihrem Dokumentarfilm „Where to, Miss?“ gewann sie 2016 den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis als beste Hochschulproduktion – kurz zuvor war sie für diesen Film beim Hof International Film Festival Dokumentarfilmpreis "Granit" geehrt worden.

Christian Exner … hat an der Universität Bielefeldt Erziehungswissenschaft und Kunstpädagogik studiert. Er ist wissenschaftlich pädagogischer Mitarbeiter im Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum. Außerdem ist er Redakteur zweier Websites mit Filmkritiken für Kinder- und Jugendliche. Er wirkt in verschiedenen Festival-Programmkommissionen, Jurys und Filmfördergremien mit und ist Autor wissenschaftlicher Buch- und Zeitschriftenbeiträge über die Themen Kinderfilm, Jugendfilm und Filmbildung.

(nachnominiert für Silke Müller)
Charlotte Müller … studierte an der Universität Passau Kulturwirtschaft mit dem Schwerpunkt Frankoromanistik und Internationale Politik. Während des Studiums war sie als Co-Initiatorin des Filmfests 'Grenzgaenge' tätig, das engagierten Filmschaffenden, Grenzgänger*innen und Kämpfer*innen für Menschenrechte eine Plattform bietet. Ebenfalls seit dem Studium ist sie immer wieder für den Fernsehsender ARTE in Straßburg tätig. Mit Beginn des Jahres ist sie in ihre Heimatstadt Berlin zurückgekehrt, wo sie lebt und im Bereich Kultur und Kommunikation arbeitet. Sie war als Teil der internen Jury der Deutschen UNESCO-Kommission bereits an der Vorauswahl der Lang- und Kurzfilme beteiligt.

Holger Twele … hat ein Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften, Psychologie und Philosophie absolviert und ist nun als freiberuflicher Filmjournalist und Filmpädagoge tätig. Ursprünglich in der kommunalen Filmarbeit aktiv, war er über 20 Jahre lang als Filmmoderator und Filmredakteur für die Bundeszentrale für politische Bildung engagiert. Er wirkt regelmäßig im Bundesverband Jugend und Film e.V., dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum sowie bei weiteren Institutionen und Verbänden mit. Zudem ist er Autor zahlreicher Fachartikel und filmpädagogischer Begleitmaterialien sowie Jurymitglied bei nationalen und internationalen Festivals und Filmwettbewerben (www.holgertwele.de)

Jurymitglieder Kategorie „Bildung“

Hans Burkhardt … absolvierte eine Ausbildung zum Pfarrer und zum kirchlichen Seminarleiter für das Fach Religion. Er ist als Referent tätig und für die Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren für Evangelischen Religion an Grund- und Mittelschulen zuständig. Derzeit arbeitet er für das Religionspädagogische Zentrum der Evangelischen Kirche in Bayern und ist insbesondere beim Thema Digitalisierung und Medieneinsatz im Religionsunterricht engagiert. Außerdem ist er Autor von Schulbüchern.

Sebastian Freisleder … studierte evangelische Theologie, Germanistik und Philosophie und ist seit einigen Jahren als Referent für evangelische Religion am Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) tätig.

Bettina Kocher … ist Ethnologin; sie ist Geschäftsführerin der Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH und in dieser Funktion zuständig für die Koordination des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik. Seit 2012 ist sie Mitarbeiterin des EZEF (Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit).

 

Ulla Niehaus … arbeitet seit 2013 als Projektmanagerin für die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Zuvor war sie Mitarbeiterin in der Kommunikationsabteilung des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Die studierte Studium Ethnologin, Soziologin und Publizistikwissenschaftlerin hat u.a. für die Amadeu Antonio Stiftung eine Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer zur kritischen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im Film erarbeitet. Darüber hinaus arbeitete sie beispielsweise beim One World Film Festival und den Berliner SchulKinoWochen mit.

nachnominiert (für Alexandra Papa)
Gabriele Klaßen ... hat das Lehramt für Volksschulen mit Schwerpunkt Geschichte und Sport studiert und ist Schulleiterin an der Friedrich-Hegel- Schule, einer Grundschule mit Schulprofil Inklusion. Sie ist Mitglied im Nürnberg Lehrer- und Lehrerinnenverband und leitet dort die Fachgruppe Schulleitung.

 

Termine

Start Ausschreibung: 3. April 2018
Ende Ausschreibung: 24. August 2018

Vorauswahl: Zeitraum vom 18. September 2018 bis 28. September 2018
Veröffentlichung Shortlist: 28. September 2018
Jurysitzungen: Zeitraum vom 9. Oktober 2018 bis 24. Oktober 2018
Benachrichtigung der Preisträger: 25. Oktober 2018
Preisverleihung in Nürnberg: 8. Dezember 2018