Preisträger 2018

»Styx«

von Wolfgang Fischer, Drama, 2018, 94 Minuten

Synopsis

In eine unbekannte, fremde Welt entführt der Spielfilm „Styx“. Die Kölner Notärztin Rike nimmt eine Auszeit von ihrem stressigen Job. Sie reist nach Gibraltar, um sich einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen: ein Segeltörn ganz allein zur tropischen Insel Ascension im Atlantischen Ozean. Doch ihr Urlaub nimmt eine unerwartete Wende, als ihr nach einem Sturm ein schwer beschädigtes und hoffnungslos überfülltes Flüchtlingsboot begegnet. Sie bemüht sich verzweifelt, per Funk Hilfe zu organisieren. Doch die Lage ist aussichtlos. Immer mehr Menschen ertrinken bei dem Versuch, sich von dem sinkenden Schiff auf ihr kleines Boot zu retten. Rike steht vor einer schweren Entscheidung.

»Joe Boots«

von Florian Baron, Dokumentarfilm, 2017, 30 Minuten

Synopsis

Unter dem Eindruck der Terroranschläge des 11. September entschließt sich Joe, zum Militär zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt ist er 17 Jahre alt und verlässt die High-School mit großen Zukunftsträumen. Als er aus der Grundausbildung zurückkommt, geben ihm seine Freunde den Spitznamen Joe Boots. Schon kurze Zeit später schickt man ihn zum Einsatz in den Irak. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt Pittsburgh muss er feststellen, dass ihn seine Erfahrungen im Krieg nicht mehr loslassen. Joe erzählt ohne Scheu von seinem Trauma: wie er die Kontrolle über sein Leben verliert, und vergeblich nach Hilfe sucht. Denn seine Wunden sind unsichtbar. Der Film verwebt Joes Erzählungen mit Bildern, die die vermeintlich heile Welt Amerikas zeigen.

»Erst integrieren, dann abschieben: Deutschlands absurde Asylpolitik«

Von Naima El Moussaoui und Ralph Hötte, Magazinbeitrag/Politmagazin, 2017, 10 Minuten (MONITOR)

Synopsis

Die deutsche Asylpolitik scheint vielerorts vor allem einem Motto zu folgen: Hauptsache raus! Insbesondere nach Afghanistan wollen Bund und viele Länder verstärkt abschieben, obwohl die Vereinten Nationen dringend vor der sich dramatisch verschlechternden Sicherheitslage warnen. Wer da abgeschoben wird, wird öffentlich kaum diskutiert. Dabei sind viele darunter, die seit Jahren hier leben, Arbeit haben oder eine Ausbildung, und die die deutsche Wirtschaft dringend bräuchte. Eine Reise durch Bayern, wo sich immer mehr Mittelständler über die Abschiebepolitik des Landes empören.

»Thinking like a Mountain«

von Alexander Hick, Dokumentarfilm, 2018, 71 Minuten

Synopsis

Der höchste Berg Kolumbiens, die Sierra Nevada Santa Marta, ist ein Ort, wo Krieg und Frieden nebeneinander existieren. Der Filmemacher besucht das Bergvolk der Arhuacos und erzählt deren spannende Geschichte des Widerstands. In Zeiten des Klimawandels und des bedrohlichen Bürgerkriegs ist das friedliche Zusammenleben der Gemeinde bedroht.

»Just a normal Girl«

von Vanessa Ugiagbe und Yasemin Markstein, Dokumentarfilm, 2018, 25 Minuten

Synopsis

Vanessa soll als Kind beschnitten und zwangsverheiratet werden. Die Mutter flieht mit Vanessa und ihrem Bruder erst in eine andere Stadt in Nigeria, dann weiter nach Deutschland. Hier will sie nun endlich ein ganz normaler Teenager sein. Aus dem erlebten Leid wird ein besonders aufgewecktes, fröhliches und mutiges Mädchen.

»Der Tatortreiniger – Sind Sie sicher?«

von Arne Feldhusen und Mizzi Meyer, Serie & Unterhaltung, 2016, 30 Minuten

Synopsis

Der Tatortreiniger muss sein ganzes Können unter Beweis stellen ... Tatortreiniger Heiko Schotte ist beeindruckt: alle sind so nett in dieser Unternehmensberatungsfirma. Nur – was soll die eingebaute Uhr auf der Toilette? Schotty gerät mit Geschäftsführer Grimmehein aneinander, der ein geradezu teuflisches Vergnügen daran findet, seine Mitarbeiter an ihre Belastungsgrenze zu treiben. Schotty können dessen Psychotricks nichts anhaben. Oder doch? Hat sein Chef etwa eine Evaluation in Auftrag gegeben? Auf einmal steht Schotti vor der Frage : lieber den Job behalten oder lieber seine Würde? Und wie immer findet Schotti seine ganz eigene Antwort darauf.