Jurys

Der Veranstalterkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises beruft jeweils vier Fachjurys ausgewiesener Menschenrechts- und Filmexpert_innen. Aufgrund der hohen Zahl von Einreichungen werden den Jurysitzungen Auswahlkommissionen vorgeschaltet. Diese Auswahlgremien setzen sich aus Vertreter_innen des Veranstalterkreises zusammen und erstellen eine Nominiertenliste (Shortlist) für die Fachjurys unter dem Blickwinkel der thematischen Relevanz der Filme.

Jurymitglieder Kategorien „Kurzfilm“ und „Langfilm“

© Marcus Rebmann

Simon Hauck … ist freier Kulturjournalist, Filmkritiker, Programmer, Moderator und Dozent aus Amberg. Nach seinem Magisterabschluss in Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft an der LMU München studierte er zusätzlich Fernsehjournalismus an der Bayerischen Akademie für Fernsehen und Digitale Medien (BAF). Seit 2002 ist der crossmediale Medienmacher für zahlreiche Medienhäuser (u.a. Filmdienst, BR Kino Kino, ZDF, Münchner Feuilleton, SR, kino-zeit.de) tätig. Außerdem lehrt er auch als Dozent (z.B. an der Macromedia Hochschule für Medien in München sowie der BAF in Unterföhring) und moderiert regelmäßig bei bedeutenden Filmfestivals wie dem Filmfest München, dem DOK.fest München oder dem Fünf Seen Filmfestival. 

 

© Nils Heck

Alexander Hick …studierte Bildende Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München und der Escola de Arte Lamassana in Barcelona. Kunst- und Filmprojekte für Art Brussels, San Sebastian Opera House, Kammerspiele München und MACBA Barcelona. Studium am Centro de Capacitacion Cinematografico in Mexiko City 2012/2013 als DAAD-Stipendiat. Studium der Dokumentarfilmregie an der Universität für Fernsehen und Film München seit 2009. Gewinner des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2018 in der Kategorie Hochschule mit der Produktion „Thinking like a mountain“.

© xx

Anke Leweke ... studierte Rechtswissenschaften, erste Filmkritiken bei dem links-alternativen Sender radio100 in Berlin. Seit 1992 tätig als freie Filmjournalistin bei print (taz, die Zeit, Berliner Zeitung, Basler Zeitung), Radio (radioeins Deutschlandradio Kultur und Fernsehen (WDR, SR, 3sat). Von 2001 -2019 Mitglied im Auswahlkomitee der Berlinale (Wettbewerb und Forum) und als Delegierte zuständig für das iranische Kino, Programmberaterin der Festivals in Hongkong und Shanghai. 

 

© privat

Adil Kaya … beschäftigte sich bereits Anfang der 90er Jahre mit den interkulturellen Fragen unserer Zeit sowie Herausforderungen der Demokratien mit Bezug auf Menschenrechte. Er ist Mitgründer und aktuelle Präsident des renommierten Filmfestivals Türkei Deutschland, das seit 1992 in Nürnberg stattfindet. Nach seinem Studium der Elektrotechnik gehörte er 1990 zu den Gründungsmitgliedern der internationalen Unternehmensgruppe SIGOS, die er auch zuletzt über 10 Jahre lang als CEO leitete. Er berät, unterstützt und fördert sowohl IT-Unternehmen als auch kulturelle Festivals.

© privat

Ulla Hocker … arbeitet seit 1995 für ARTE Deutschland in Baden-Baden; zunächst als Koordinationsredakteurin für Kulturdokumentationen, investigative Dokumentationen sowie Dokumentarfilme und hat nun die Leitung des Bereichs Programm und Kommunikation inne. 
Vor ihrer Tätigkeit bei ARTE Deutschland war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Medien Institut Ludwigshafen, am Lehrstuhl Medienwissenschaft der Universität Mannheim und als Lehrbeauftragte für Semiotik an der Fachhochschule für Gestaltung in Mannheim tätig.

Jurymitglieder Kategorie „Magazinbeiträge“

© Bayerischer Rundfunk

Rüdiger Baumann …arbeitet als Fernsehjournalist, Moderator, Reporter, Filmautor und Redakteur beim Bayerischen Rundfunk. Zuvor war er Korrespondent in diversen ARD-Auslandstudios und berichtet aus Kriegs- und Krisenregionen, z.B. über den Kosovo- und den Irakkrieg, Konflikte im Gaza-Gebiet, aus Erdbebenregionen oder von der Finanzkrise in Griechenland. Neben dem Bayerischen Fernsehpreis wurde er dafür mit dem Herbert-Quandt-Journalisten-Preis und dem Preis des Bayerischen Journalistenverbands geehrt.

© Andreas Becker

Pagonis Pagonakis … studierte Journalistik und Literaturwissenschaften an der Universität Dortmund. Parallel dazu absolvierte er Volontärausbildung beim WDR (u.a. in der Redaktion MONITOR). Er ist als Autor und Regisseur für verschiedene öffentlich-rechtliche Sendeanstalten (ARD, ZDF, ARTE) tätig. Seite 2008 gehört er zur Jury des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises und wurde 2006 für seinen Film „Tod in der Zelle – Warum starb Oury Jalloh?“ selbst mit dem Preis geehrt. Weitere Filme: „Die US-Präsidenten und der Krieg“ (2017), „Gefährliche Helfer. Sexuelle Gewalt durch UN-Soldaten (2013) oder „Martin Luther King – Ein Staatsverbrechen“ (2004).

© privat

Siegbert Schefke … ist freier Journalist und „Kameramann der DDR“. Seine Bilder trugen maßgeblich zum Mauerfall und somit zum Ende der DDR bei. Er war aktiver DDR-Bürgerrechtler und lebt seit 1991 in Leipzig als Fernsehjournalist für das MDR-Fernsehen. Er war Mitbegründer und ehemaliges Mitglied der „Umweltbibliothek“ in der Ost-Berliner Zionsgemeinde. 

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Christian Springer … 

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Caroline Walter … 

Jurymitglieder Kategorien „Hochschule“ und „Non Professional“

© Uwe Schinkel

Christian Exner  … hat an der Universität Bielefeldt Erziehungswissenschaft und Kunstpädagogik studiert. Er ist wissenschaftlich pädagogischer Mitarbeiter im Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum. Außerdem ist er Redakteur zweier Websites mit Filmkritiken für Kinder- und Jugendliche. Er wirkt in verschiedenen Festival-Programmkommissionen, Jurys und Filmfördergremien mit und ist Autor wissenschaftlicher Buch- und Zeitschriftenbeiträge über die Themen Kinderfilm, Jugendfilm und Filmbildung.

© privat

Holger Twele … hat ein Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften, Psychologie und Philosophie absolviert und ist nun als freiberuflicher Filmjournalist und Filmpädagoge tätig. Ursprünglich in der kommunalen Filmarbeit aktiv, war er über 20 Jahre lang als Filmmoderator und Filmredakteur für die Bundeszentrale für politische Bildung engagiert. Er wirkt regelmäßig im Bundesverband Jugend und Film e.V., dem Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum sowie bei weiteren Institutionen und Verbänden mit. Zudem ist er Autor zahlreicher Fachartikel und filmpädagogischer Begleitmaterialien sowie Jurymitglied bei nationalen und internationalen Festivals und Filmwettbewerben (www.holgertwele.de).

© Michael Matejka

Ella Schindler … ist Redakteurin im Verlag Nürnberger Presse, in dem die Nürnberger Nachrichten und die Nürnberger Zeitung erscheinen. Ihre Schwerpunkte sind unter anderem Themen rund um Subkultur und Psychologie. Vor ihrer journalistischen Tätigkeit studierte sie Sozialpädagogik und war in England berufstätig. Sie leitet zahlreiche medienpädagogische Projekte und hat medienorientierte Lehraufträge an der Evangelischen Hochschule Nürnberg und an der Technischen Hochschule Nürnberg. Als aktives Mitglied der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) macht sie sich für größere kulturelle Vielfalt der deutschen Medienlandschaft und eine differenziertere Berichterstattung über Menschen mit Einwanderungsgeschichte stark.

Charlotte Weinreich oder Rosa-Lena Lange … 

Marina Weyer … 

Jurymitglieder Kategorie „Bildung“

© privat

Petra Maria Müller …ist evangelische Theologin mit kirchlichem Examen; medienethische Untersuchung zu audiovisuellen Gewaltdarstellungen am Lehrstuhl für systematische Theologie/Ethik von Prof. Dr. Wolfgang Huber in Heidelberg; diverse Publikationen in diesem Bereich.

1994-97 Ständige Vertreterin der Obersten Landesjugendbehörden bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in Wiesbaden.

1997-2000 Aufbau und Leitung von jugendschutz.net, Zentralstelle der Länder für Jugendschutz im Internet in Mainz.

Seit 2000 Redakteurin von Unterrichtsmedien im FWU, Medieninstitut der Länder in Grünwald: Programmbereichsleiterin Geistes-/Sozialwissenschaften und Berufsbildung.

© Fotostudio Neukölln, Hermannplatz c/o Karstadt, 10967 Berlin

Ulla Niehaus … arbeitet seit 2013 als Projektmanagerin für die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Zuvor war sie Mitarbeiterin in der Kommunikationsabteilung des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Sie studierte Ethnologie, Soziologie und Publizistik und hat u.a. für die Amadeu Antonio Stiftung eine Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer zur kritischen Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus im Film erarbeitet. Darüber hinaus kooperierte sie mit dem One World Film Festival und den Berliner SchulKinoWochen.

© Hochschule Coburg

Prof. Dr. Claudia Lohrenscheitist Professorin für Internationale Soziale Arbeit und Menschenrechte an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg. Von 2003-2010 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Menschenrechte und leitete dort die Abteilung  Menschenrechtsbildung mit dem Schwerpunkt auf die berufliche Fort- und Weiterbildung und Beratung unterschiedlicher Zielgruppen. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Menschenrechtsbildung, Diskriminierungsschutz, Inklusion, Kinderrechte, Gender- und Frauenrechte.

 

© Michael Schober

Dr. Johannes Rüster ... ist Fachreferent für Evangelische Religionslehre am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München, Seminarlehrer für Evangelische Religionslehre sowie Englischlehrer am Gymnasium Fridericianum Erlangen und Lehrbeauftragter am Institut für praktische Theologie (Professur für Religions- und Gemeindepädagogik) der Universität Erlangen-Nürnberg. Sein besonderes Interesse gilt der phantastischen Literatur sowie Comics und Kinder- und Jugendliteratur, besonders im Blick auf Fragen der Didaktik unter den Vorzeichen gegenwärtiger Religiosität.

 

© Tristan Vostry

Michael Jahn … verantwortet bei dem Netzwerk für Film- und Medienkompetenz VISION KINO die SchulKinoWochen, die in allen 16 Bundesländern mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Länder und der Filmwirtschaft stattfinden. Mit bis zu 950.000 Anmeldungen und 850 teilnehmenden Kinos gehören die SchulKinoWochen zu den erfolgreichsten Programmen der Medienbildung in Europa.

 

 

Wettbewerbskategorien

Zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis können Produktionen eingereicht werden, die sich mit der Idee der Menschenrechte bzw. deren Umsetzung, Schutz und Verletzung auseinandersetzen.

Der Preis wird in sechs verschiedenen Kategorien ausgeschrieben. In jeder Kategorie wird jeweils ein Preisträger geehrt. Zugelassen sind Filme in deutscher Sprache oder deutsch untertitelt (bzw. ohne Dialog) aller Genres. In den folgenden Kategorien können Filmproduktionen direkt eingereicht werden.

Langfilm (Produktionen von professionellen Filmemacher_innen)

•    professionelle Produktionen, alle Genres
•    mindestens 46 Minuten Spiellänge
•    Fertigstellung nach dem 31.12.2019
•    dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

Kurzfilm (Produktionen von professionellen Filmemacher_innen)

•    professionelle Produktionen, alle Genres
•    maximal 45 Minuten Spiellänge
•    Fertigstellung nach dem 31.12.2019
•    dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

Magazin (Produktionen von professionellen Filmemacher_innen)

•   journalistische Kurzbeiträge
     z. B. Beiträge aus Nachrichtensendungen, Magazinen, Einzelbeiträge in TV oder Web. 
     professionelle Magazinbeiträge aus Fernsehen oder Web
•    maximal 10 Minuten Spiellänge
•    Fertigstellung nach dem 31.12.2019
•    dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

Hochschule

•    Produktionen von Studierenden an Filmhochschulen, Medien- oder Kunstakademien
•    keine Begrenzung der Spiellänge
•    Fertigstellung nach dem 31.12.2019
•    dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

Non Professional​​​​​​

  • Produktionen von nicht-kommerziell arbeitenden Filmemachern oder Gruppen (z.B. Schulklassen, Jugendarbeit, Filmclubs, Vereine, Medienzentren, ...)
  • keine Begrenzung der Spiellänge
  • Fertigstellung nach dem 31.12.2019
  • dotiert mit 2.500 Euro und einer individuell gestalteten Preisstatue

Für die Kategorie Bildung ist keine direkte Bewerbung möglich. Der Preisträger wird aus den Einreichungen aller Kategorien ermittelt. Ausgezeichnet wird ein Film, der sich besonders zum Einsatz in der Bildungsarbeit eignet. Das FWU – Institut für Film und Bild stiftet das Preisgeld. Zudem wird der Preisträgerfilm durch das FWU als didaktische DVD veröffentlicht.

 

 

 

Termine

Start Ausschreibung: 01.03.2022
Ende Ausschreibung: 30.06.2022

Preisverleihung und Nacht des Menschenrechts-Films: 10.12.2022, 19:00 Uhr

Matinee mit Langfilm-Preisträger: Sonntag, 11.12.2022, 11:00 Uhr

DMFP on tour: ab 07.01.2023